Während in den 1968er Jahren weltweit Widerstände gegen die bestehende Weltordnung herrschen, wird in Moers in der Weygoldstraße 10 die Röhre als „Lokal und Forum für kulturelle und politische Diskussionen“ gegründet. Burkhard Hennen, Rainer Lindemann und Poncho Schuhmacher beschließen, dass Livekonzerte – vor allem Free Jazz – zum festen Samstagsprogramm gehören sollen.
Nachdem im August 1969 unter dem Motto Three days of peace and music das Woodstock Open-Air-Musikfestival im Bundesstaat New York die Massen elektrisiert, diskutiert man 1971 in der Röhre, wie freie Spielformen des Jazz auch in Moers öffentlich hörbar werden könnten. Es entsteht die Idee eines eigenen Festivals. Auf einem Spaziergang zum Moerser Schlosshof reift diese Idee und ein erster Austragungsort ist gefunden.
Als dann 1972 das erste Internationale New Jazz Festival stattfindet, finden in der Röhre, die zum festen innerstädtischen Bezugspunkt des Festivals wird, Pfingstsamstag und -sonntag die ersten Nachtsessions mit Musikern des Festivals statt.
 

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